Was ist Cannabigerol?

Alles was du über Cannabis wissen musst!

Was ist Cannabigerol?

Die meisten Menschen kennen CBD, das aus der Cannabispflanze gewonnen wird. Doch die Forschung hat in der Cannabispflanze mehr als 100 Cannabinoide entdeckt. Jede von ihnen hat dabei ihre eigenen, einzigartigen Wirkungen. Was genau ist nun CBG, also Cannabigerol? Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein Cannabinoid, das ein unglaublich großes medizinisches Potenzial mit sich bringt. Auch CBG ist perfekt gegen Übelkeit und Schmerzen und kann für die Behandlung von Multipler Sklerose und der Huntington-Krankheit zum Einsatz kommen. Doch was steckt nun genau dahinter bzw. was darf man sich von diesem einzigartigen Wirkstoff tatsächlich erwarten?

Was ist Cannabigerol genau?

Cannabigerol ist auch unter dem Namen CBG bekannt. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Phytocannabinoid, welches aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Auch CBG ist nicht psychoaktiv, hat also ebenfalls keine berauschenden Wirkungen. Dies bedeutet, dass CBG ebenso wie CBD nicht zu Abhängigkeiten und Wahrnehmungsstörungen etc. führen kann.

Entdeckt wurde CBG erstmals im Jahre 1964, als Bestandteil von Haschisch. Gebildet wird der Wirkstoff aus der Cannabigerolsäure. Reift die Cannabispflanze, so wandeln Enzyme in ihr CBGA in andere Cannabinoide um. Durch das Härten, Trocknen und Erhitzen entwickeln sich die meisten von ihnen in nicht-saure Varianten wie beispielsweise CBD oder CBC.

Man nimmt heute an, dass es sich bei CBG um einen milden Antagonist von dem CB1-Rezeptor aus dem Endocannabinoidsystem handelt. Was genau bedeutet dies? Das heißt, dass die Wirkung von CBG, die Wirkung von anderen Cannabinoiden stören kann. So viel zur Theorie… Doch was genau können wir “Normalsterblichen” uns von CBG nun erwarten?

CBG wird von der Hanfpflanze gewonnen. Prinzipiell konnte man feststellen, dass die indischen Landrasse-Stämme der Hanfpflanze deutlich höhere CBG-Konzentrationen aufweisen, als es die andere Sorten tun.

CBG und das medizinische Potenzial

Forschungen zeigen, dass es sehr viel medizinisches Potenzial in Cannabis zu finden gibt. In den letzten Jahrzehnten hat man sich sehr viel mit der Pflanze und ihren einzigartigen Wirkungen der Cannabinoide beschäftigt. Dabei konnte eine Vielzahl von Vorteilen für die Medizin entdeckt werden.

So kann CBG beispielsweise auch bei Krebs zum Einsatz kommen. CBG zeigt, dass es ein großes Potenzial als unterstützende Maßnahme bei zahlreichen Krebsarten aufweisen kann. So konnte beispielsweise durch Studien belegt werden, dass CBG Darmkrebs hemmen kann. CBG kann demnach vor allem das Wachstum von Tumoren hemmen. Auch Melanome konnten in Studien durch CBG reduziert werden. So wurde in den Studien festgestellt, dass CBG unter allen untersuchten Substanzen das beste wachstumshemmende Mittel gegen Krebszellen war. Für die Krebsforschung ist dies natürlich ein enormer Erfolg. Viele Krebserkrankungen könnten durch CBG daher geheilt oder zumindest gemindert werden. Dennoch ist die Forschung noch nicht am Ende. Zahlreiche weitere Studien sind noch notwendig!

Wirkung als Neuroprotektant

Andere Studien belegen, dass CBG auch neuroprotektive Eigenschaften beinhaltet. So geht man heute davon aus, dass CBG als sogenannter Neuroprotektor aktiv ist und motorische Defizite verbessern kann. Im Zusammenhang mit der heimtückischen Huntington-Krankheit hat sich CBG außerdem positiv herauskristallisiert.

Auch die gefürchtete Krankheit Multiple Sklerose könnte durch CBG zumindest gelindert werden. So könnten die Symptome von MS durch CBG vermindert werden und auch die Schübe weniger werden. Patienten dürfen außerdem eine Schmerzlinderung erfahren.

Andere Studien belegen außerdem, dass CBG eine Vielzahl von weiteren Krankheiten verbessern kann. So konnte beispielsweise der Augeninnendruck bei Katzen, die ein Glaukom hatten, reduziert werden. Auch gegen Übelkeit und Erbrechen soll der Wirkstoff helfen können. Darüber hinaus weiß man, dass CBG ach entzündungshemmende Eigenschaften beinhaltet und sogar bei Darmerkrankungen außerordentlich nützlich sein könnte.

Cannabidiol und Cannabigerol

Cannabidiol wird durch CBD abgekürzt. CBD nutzen wir bereits in Form von Öl, Kristallen oder Liquids. Der Wirkstoff beinhaltet keine psychoaktive Eigenschaften, besitzt dafür jedoch bemerkenswerte pharmakologische Eigenschaften, die wesentlich zur Gesundheit beitragen können. So wirkt er beispielsweise entkrampfend, entzündungshemmend sowie Angst lösend. Ebenfalls kann CBD bereits gegen Übelkeit eingesetzt werden. CBG hingegen ist ein weiteres Cannabinoid, das in der Hanfpflanze vorkommt, wurde jedoch bis jetzt nur wenig erforscht.

Viele Menschen verwechseln diese zwei Wirkstoffe daher immer wieder. Wir Menschen können heute jedoch schon die zahlreichen Vorteile von CBD erleben. So können wir zum Beispiel CBD-Tropfen gegen Kopfschmerzen, Regelschmerzen, Angstsörungen usw. verwenden. CBG weist mit Sicherheit sehr ähnliche Eigenschaften auf, dennoch gibt es den Wirkstoff noch nicht zu kaufen. Wer also zu einem Cannabisprodukt greifen möchte, der kann heute nur zu CBD greifen. Auch hier können wir jedoch eine Vielzahl an Vorteilen erleben, die sogar die Medizin in ihr Programm einbaut. Unterstützend wird CBD daher bereits seit Jahren bei zahlreichen Erkrankungen wie beispielsweise Krebs verwendet. Patienten berichten von einer großen Erleichterung, vor allem was die Schmerzen betrifft.

Vielleicht können wir in ein paar Jahren ja auch zu CBG greifen und dürfen dann auch seine Eigenschaften hautnah miterleben!

Die Zukunft von Cannabigerol

Cannabigerol hat mit Sicherheit ein enormes medizinisches Potenzial, das man in unterschiedlichen Bereichen verwenden könnte. Dabei ist vor allen Dingen wichtig, dass CBG keine psychoaktive Wirkung hat. Aus diesem Grund ist der Wirkstoff sehr vielversprechend, wenn es um die Linderung von Beschwerden bei Menschen geht.

Dennoch ist die Wissenschaft noch nicht am Ende, was CBG betrifft. Es wird daher noch einige Zeit dauern, bis man CBG wirklich versteht und so verwenden kann, wie man es sich vorstellt!

Fazit

Cannabigerol wird ebenfalls, wie CBD auf der Cannabispflanze gewonnen und bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Dennoch können wir heute noch nicht genau sagen, für welche Bereich wir CBG einsetzen könnten. Man weiß, dass CBG ebenso wie CBD gegen Entzündungen und Schmerzen helfen kann und mit Sicherheit auch gegen Übelkeit wirkt. Auch bei Krebs soll CBG zahlreiche Vorteile mit sich bringen, wie beispielsweise das Hemmen von Tumorzellen. Man wird also sehen, was die Zukunft bringt und welche Vorteile wir durch CBG am Ende alle noch erleben dürfen!