Bei AD(H)S

Was ist ADHS?

Bei ADHS hadvndelt es sich um eine psychische Störung, von der besonders Kinder, aber auch zahlreiche Erwachsene betroffen sind. Ausgesprochen bedeutet es Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom.
Nach dem Diagnose-Handbuch „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“, kurz ICD-10 geht eine ADHS-Erkrankung mit Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität einher.
Betroffene weisen Konzentrationsschwierigkeiten, einen erhöhten Bewegungsdrang und Einschränkungen bei der Handlungsplanung auf. Des Weiteren klagen sie über innere Unruhe.
Eine verwandte psychische Erkrankung stellt ADS dar. Die Symptome ähneln stark denen von ADHS, jedoch prägen die Betroffenen keine Anzeichen einer Hyperaktivität aus.

Die neurobiologischen Ursachen lassen sich mit der Monoamin-Defizit-Hypothese erklären. Sie postuliert, dass die Botenstoffe Noradrelanin, Serotonin und vor allem Dopamin in zu geringem Maße im Gehirn vorkommen. Noradrenalin-Mangel schränkt Motivation ein, während zu wenig Serotonin zu einer geminderten Impulskontrolle führt. Durch den Mangel an Dopamin treten Einschränkungen im Belohnungszentrum des Gehirns auf, was dafür sorgen kann, dass es schwer fällt, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, die nicht als lohnend eingeschätzt werden.
Studien haben gezeigt, dass auch das Endocannabinoid-System an der Ausbildung von ADHS beteiligt ist, da dieses ebenfalls Einfluss auf den Dopaminhaushalt im Gehirn nimmt.
Des Weiteren liegt bei ADHS-Patienten das Arousal, der Grad der Aktivierung im zentralen Nervensystem, unter dem Normwert. 
Zurzeit wird ADHS aus diesem Grund begleitend zur Psychotherapie mit dem Psychopharmakon Ritalin therapiert. Hierbei handelt es sich um einen Wiederaufnahmehemmer. Das heißt, dass der Dopamin-Mangel im postsynaptischen Element ausgeglichen wird. [1]

Bei dem Einnehmen von Cannabis können folgende Punkte auftreten:
  • Schmerzreduktion
  • Verminderung von Übelkeit
  • Appetitanregung
  • Blutdrucksenkung
  • antiinflammatoirsche Wirkung
  • euphorisierende und beruhigende Wirkung

Rechtslage für medizinisches Cannabis

Auf Grund der hervorragenden therapeutischen Effekte ist die Cannabis-Legalisierung ein heiß umstrittenes Thema. Die Rechtslage hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Während in den Zweitausendern Cannabiskonsum juristische Folgen wie Geld- bis hin zu Haftstrafen nach sich zog, wurde 2011 Cannabis für die Behandlung für Mutiple Sklerose zugelassen.
Cannabis, das neben CBD weitere Cannabinoide enthält, ist in Deutschland nicht frei verkäuflich, sondern fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Somit gilt Cannabis als verschreibungspflichtig.
Im März 2017 wurde ein Gesetz verabschiedet, das eine Kostenübernahme der Cannabis-Therapie durch die Krankenkasse erlaubt. Auch wenn im Gesetzestext keine konkreten Krankheiten genannt wurden, existiert jedoch eine Einschränkung, die besagt, dass es sich um eine schwerwiegende Symptomatik handeln müsse und dass nur eine Kostenübernahme stattfinde, wenn keine adäquate Standardtherapie existiere. Aus diesem Grund werden momentan noch nicht in allen der folgenden Anwendungsbereiche die Therapie-Kosten von der Krankenkasse übernommen. [2]